Samstag, 06. Mai 2023

 

 Iliochori - Mikro Papigko

1-91

Der heutige Tag war mit einer kurzen Fahrt (wir waren jetzt im Pindos-Gebirge) und dann anschliessend mit einer 1 1/2 stündigen Wanderung angesagt. Bei der Wanderung besuchten wir die Papingos Rock Pools. 
Die Becken sind durch die Erosion der Felsen entstanden, die vom fließenden Wasser gemeißelt wurden. Es ist ein Komplex aus Wasserfällen und natürlichen Becken mit klarem und kaltem fließendem Wasser. Die Felsen haben eine glatte und runde Form und bilden tiefe Hohlräume. Die Höhe in der Gegend beträgt 980 Meter, was bedeutet, dass die Temperatur nie zu hoch wird und das Wasser immer kalt ist. Die Pools sind seit Jahrhunderten berühmt. Die historischen Quellen sagen uns, dass Ali Pasa, der türkische Gouverneur, der einst das Gebiet regierte, Sommerbäder in den Papingo Rock Pools nahm.
Wir durchfuhren eine wilde Gegend mit wiederum schönen Steinbrücken
Auch das ist Griechenland, es blühte in voller Pracht
Auch schöne steindörfer durchfuhren wir
Sogar Schnee sahen wir
Die Türme Gamila (2497m), Astraka (2436m) und Drakolimni (2468m)
Die Papingos Rock Pools
Unser Uebernachtungsplatz N39.968102 E20.717300

Sonntag, 07. Mai 2023

 

 Mikro Papigko - Konitsa - Wanderung am Fluss Voidomatis

1-92

Der heutige Tag war von einer sehr schönen Wanderung von 3 Stunden geprägt. Nach einer sehr kurzen Fahrt bezogen wir unser Uebernachtungsplatz, zogen die Wanderschuhe an und liefen los und zwar dem Fluss Voidomatis entlang, welcher von der Vikosschlucht herkommt.  Wir fühlten uns zwischen den riesigen Platanen wie in einem Märchenwald. Das einzige Geräusche war das  Rauschen des Flusses.
Mit seinem glasklaren, tief türkisfarbenen Wasser zieht der Voidomatis Steve und mich komplett in seinen Bann. Auch die Hunde sind nicht zu bremsen und springen an jeder möglichen Stelle rein. Dieser Fluss zählt zu den saubersten Flüssen in Europa, aber auch seine erfrischende Temperatur ist erwähnenswert. Aktuell lag sie bei ungefähr 7 Grad. 
Auf dieser Strasse fuhren wir zu unserem Uebernachtungsplatz
Und immer wieder schöne Steinbrücken
Unser Uebernachtungsplatz N39.968436 E20662380

Montag, 08. Mai 2023

 

 Konitsa - Nestorio - Kastoria

2-53

Wehmütig verliessen wir heute den sehr ruhigen Uebernachtungsplatz und fuhren nach Kastoria, welche am gleichnamigen See liegt. 
Kastoria ist bekannt für seine Pelzreste - Verarbeitung und die Pelzmesse. Die Kleinstadt Kastoria liegt am Kastoria - See oder Orestida - See. Sie wurde auf einem Hügelzug an der Engstelle der Landbrücke zur Kastoria-Halbinsel errichtet. Nach Westen dehnt sich die Stadt am Seeufer ins Hinterland und nach Osten auf die Halbinsel aus. Der im Norden gelegenen Pindos-Gebirge entspringende Fluss Aliakmonas passiert die Stadt im Südwesten und ist mit dem See über eine Fluss-Seitenast verbunden. Weiter fliesst der Aliakmonas nach Osten, bildet die Grenze zwischen Makedonien und Theassalien, wird teils durch Staudämme aufgestaut und mündet westlich von Thessaloniki in den Thermaischen Golf. Am Seeufer fanden sich Reste einer jungsteinzeitlichen Siedlung, in der Antike existierte hier die Stadt Keletron (Κέλετρον) in der Landschaft Orestis (am Oberlauf des Aliakmonas), die unter römischer Herrschaft als Celetrum benannt wurde. Die römischen Kaiser Diokletian und Justinian benannten die Stadt nach ihrem Eigennamen um, erst im frühen Mittelalter erhielt sie den Namen Kastoria. Nach einer Zeit bulgarischer Herrschaft wurde die Stadt 1083 von normannischen Invasoren erobert, später ins Kreuzfahrer-Reich Despotat Epirus einverleibt. Im Jahre 1385 wurde die Stadt ins osmanische Reich integriert, unter den Osmanen entwickelte sich in der Stadt das Pelz- und Kürschner Handwerk. Die Pelzhändler aus Kastoria machten sich von Istanbul bis Wien und Leipzig bis ins 18. Jhdt. einen guten Namen. Mit dem Aufkommen der Pelznähmaschine wurde die Pelzrestenverarbeitung auf zahllose Kleinbetriebe verteilt.Im ersten Balkankrieg wurde die Stadt Ende 1912 von griechischen Truppen erobert und die osmanische Herrschaft beendet, in den Jahren bis 1922 kam es zu einer Entflechtung der Bevölkerung, die bulgarischen und türkischen Bevölkerungsteile wurden von griechischen Flüchtlingen abgelöst. Die jahrhundertealte jüdische Bevölkerung wurde nach Besetzung von Nordgriechenland durch die Wehrmacht am Karsamstag 1944 deportiert, von den nach Auschwitz abtransportierten 1000 jüdischen Bewohnern kehrte nach dem Krieg nur einer in die Stadt zurück.
Im griechischen Bürgerkrieg wurde die Stadt nochmals Ziel von Flüchtlingsströmen; in der Nachkriegszeit entwickelte sich die Pelzstückverarbeitung, so dass auf dem Höhepunkt 1978 hier 2'500 pelzverarbeitende Gewerbebetriebe existierten. Seit Jahren treffen sich Pelzhändler auf der "International Fur Fair of Kastoria" jeweils im Mai, die Anzahl familienbetriebener Pelzmanufakturen im Strassenbild hat allerdings etwas abgenommen.
Auch Heute hatten wir unterwegs immer wieder sehr schöne Steinbrücken
Ueberall stand die Natur in Blütenpracht
Kastoria
Uebernachtungsplatz N40.504002 E21.280701

Dienstag, 09. Mai 2023

 

 Kastoria - Höhlenkapelle Agios Nikolaos o Kremastas - Nymfaio - Weingut Alpha Estata - Arnissa

3-37

Heute waren diverse Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Erster Stop war die Höhlenkapelle Agios Nikolaos o Kremastos. 
Eine Kapelle der besonderen Art erwartet dich 15 Kilometer südöstlich von Kastoria. Der Aufstieg zur „Agios Nikolaos o Kremastos“ ist nur für Schwindelfreie geeignet. Die Treppenstufen aus Metall, die am Fels befestigt wurden, gehen steil nach oben. Selbst ohne Höhenangst zittern einem doch ein wenig die Knie. Die grandiose Aussicht von dem kleinen Felsbalkon entschädigt jedoch den abenteuerlichen Aufstieg. Umgeben von hohen Klippen, eröffnet sich dir der Blick auf die weite Talebene von Kastoria.
Weiter ging es dann zum Dorf Nymfaio.
Malerisch schmiegen sich die Steinhäuschen mit den graublauen Dächern aneinander. Eine herrliche Idylle weht durch die menschenleeren Gassen. Nymfaio zieht einen sofort in seinen Bann und man wird daraufhin wohl immer wieder zurückkehren wollen.
Nächstes Ziel war das Weingut Alpha Estata. Wir konnten dort eine Degustation und Führung mitmachen, jedoch der Wein mundete uns nicht. Die Fahrt führte uns dem drittgrössten See von Griechenland, dem Vegoritida-See entlang, bis wir an unserem heutigen Etappenziel in Arnissa eintrafen. 
Die Höhlenkirch O Kremastos
Der steile Aufstieg
Herrliche Aussicht von der Kirche aus
Das Bergdorf Nymfaio
Uebernachtungsplatz N40.791426 E21.831994

Mittwoch, 10. Mai 2023

 

 Arnissa - Pozar Thermalbad

4-31

Wieder regnete es die ganze Nacht und wir nahmen im geschützten Womajo unser Frühstück ein. Am späten Vormittag fuhren wir zu den Thermalbäder von Pozar.
Die Thermalbäder Bader Pozar Loutraki befinden sich nordwestlich von Aridea in der Präfektur Pella. Der Thermalfluss durchquert die Region, die an seine Ufer gebaut ist. Die Thermalbäder mit konstanter Temperatur von 37o C sprudeln seit tausenden von Jahren aus den Bergen, die eine beeindruckende Landschaft, Berges und Waldes schaffen. Besucher der Thermalbäder kommen aus allen Ecken Griechenlands, entweder um die Bäder zu genießen, die eine heilende und entspannende Wirkung haben, oder eine Tour in den Bergen zu unternehmen, oder eben beides. Die Einrichtungen der Anlage befinden sich an einem kleinen Kurort der gut organisiert ist. Dort finden Sie Hotels, Schwimmbäder, Umkleideräume, Restaurants, Bars, die alle erdenklichen Service dem Besucher bieten.
Heilquellen. Die heißen Quellen von Loutraki oder Pozar, sprudeln in Höhe 360 -390 m. Die Quellen werden von Regenwasser erzeugt, der tief in den Boden dringt, und ihn erwärmt.  Beim Verlauf des Anstiegs wird das Wasser mit Mineralien und anderen Metallen angereichert.
Die heilenden Eigenschaften des Wassers werden bei Erkrankungen des Kreislaufsystems, der Atemwege, Rheuma, gynäkologische und Hauterkrankungen empfohlen. Es wird auch darauf hingewiesen, daß Trinkkuren für Krankheiten: Leber, Niere, Galle, Magen und Harnwege, eine heilende Wirkung haben.
Da das Wetter sich immer noch nicht bessert, genossen wir ein warmes Bad in den Quellen und verbrachten dann einen gemütlichen Abend im Womajo
Schon das Wasser von den Wasserfällen beträgt rund 29 Grad
Unser Privathammam welches wir bei 34 grädigem Wasser benutzen durften
Platz wo wir uebernachteten N40.969700 E21.916300

Donnerstag, 11. Mai 2023

 

 Pozar Thermalbad - Kloster von Soumela - Vergina (Königsgräber)

5-24

Auch die vergangene Nacht sowie der heutige Tag war regnerisch und so konnten wir die heutige Fahrt mit seiner Gegend nicht richtig geniessen. Unser erstes Ziel war das Kloster von Soumela. Dieses liegt auf 1200m über Meer und als wir dort eintrafen umhüllte uns der Nebel (Sichtweite keine 5m). 

Das Sumela-Kloster (griechisch: Μονή Παναγίας Σουμελά, Moní Panagías Soumelá) ist ein griechisch-orthodoxes Kloster, das der Jungfrau Maria gewidmet ist (Panagia, was auf Griechisch „Die Allheilige“ bedeutet, ein Titel, der oft für die Jungfrau Maria verwendet wird ) am Berg Melá ( was eine direkte Übersetzung des griechischen Namens Sou Melá , " Schwarzer Berg " ist ) im Pontischen Gebirge im Bezirk Maçka der Provinz Trabzon in der modernen Türkei 

Eingebettet in eine steile Klippe auf einer Höhe von etwa 1.200 Metern (3.900 Fuß) mit Blick auf das Altındere-Tal, ist es ein Ort von großer historischer und kultureller Bedeutung sowie eine wichtige Touristenattraktion im Altındere-Nationalpark. Aufgrund vermehrter Steinschläge wurde das Kloster am 22. September 2015 aus Sicherheitsgründen für die Dauer von einem Jahr für die Öffentlichkeit geschlossen, um das Problem zu beheben; diese wurde später auf drei Jahre verlängert. Es wurde am 25. Mai 2019 wieder für Touristen geöffnet. Das Kloster ist einer der wichtigsten historischen und touristischen Orte in Trabzon.

Geschichte

Das Kloster wurde 386 n. Chr. während der Regierungszeit von Kaiser Theodosius I. (375 - 395) gegründet. Laut William Miller gründeten Barnabas und Sophronios, zwei athenische Mönche, das Kloster. Es wurde berühmt für eine Ikone der Jungfrau Maria, die als Panagia Gorgoepekoos bekannt ist und angeblich vom Apostel Lukas gemalt wurde.

Während seiner langen Geschichte verfiel das Kloster mehrmals und wurde von verschiedenen Kaisern restauriert. Während des 6. Jahrhunderts wurde es auf Geheiß von Justinian von General Belisarius restauriert und erweitert.

Es erreichte seine heutige Form im 13. Jahrhundert, nachdem es während der Existenz des Reiches von Trapezunt an Bedeutung gewonnen hatte. Während die Kaiser Basilius und Johannes II. das Kloster reich ausgestattet hatten, erhielt Sumela während der Regierungszeit von Alexios III. (1349–1390) seine wichtigste Zuwendung: Der Legende nach wurde der junge Alexios von der Jungfrau vor einem Sturm gerettet, und wurde von ihr gebeten, das Kloster wiederherzustellen. Eine Chrysobulle aus dem Jahr 1365 bestätigt die Freiheit und Autonomie des Klosters mit all seinen Erbgütern und Angehörigen; befreit sie von allen Steuern, mit Ausnahme einer halbjährlichen Steuer; und gibt ihm die Leibeigenen zurück, die die Steuereintreiber von Matzouka illegal daraus genommen hatten, wobei 40 der Leibeigenen namentlich aufgeführt werden.

Damals wurde dem Kloster jährlich ein Betrag aus kaiserlichen Mitteln gewährt. Während der Zeit von Manuel III, dem Sohn von Alexios III, und während der Regierungszeit nachfolgender Fürsten erlangte Sumela weiteren Reichtum durch kaiserliche Zuschüsse. Nach der Eroberung durch den osmanischen Sultan Mehmed II. im Jahr 1461 erhielt es den Schutz des Sultans und erhielt Rechte und Privilegien, die von nachfolgenden Sultanen erneuert wurden. Das Kloster blieb im Laufe der Jahre ein beliebtes Ziel für Mönche und Reisende.

1682 und für die folgenden Jahrzehnte beherbergte das Kloster das Phrontisterion von Trapezous, eine bekannte griechische Bildungseinrichtung der Region.

Neuzeit

Das Kloster wurde 1923 nach der Zwangsumsiedlung der griechischen Bevölkerung in dieser Region aufgegeben. Die abreisenden Mönche durften kein Eigentum mitnehmen, also begruben sie Sumelas berühmte Ikone unter dem Boden der St.-Barbara-Kapelle des Klosters. 1930 kehrte ein Mönch heimlich nach Sumela zurück, holte die Ikone und überführte sie in das neue Kloster Panagia Soumela an den Hängen des Berges Vermion in der Nähe der Stadt Naoussa in Mazedonien, Griechenland.

1930 wurde ein Brand gelegt und die hölzernen Teile des Sumela-Klosters zerstört. In den folgenden Jahren beschädigten Plünderer und Vandalen die anderen Teile des Klosters.

Heute dient das Kloster hauptsächlich als Touristenattraktion. Es überblickt Wälder und Bäche und ist sowohl wegen seiner ästhetischen Anziehungskraft als auch wegen seiner kulturellen und religiösen Bedeutung äußerst beliebt.

Nach dieser Besichtigung hatten wir genug von den Bergen und fuhren wieder in die Ebene, wo das Wetter sich zu bessern schien. Unser Endziel waren die Königsgräber von Vergina. 

Eine wahre Sensation für die griechische Archäologie stellte die Entdeckung von zwei Gräbern im Jahr 1977 dar. Anders als es die Ausgräber meist gewohnt waren, hatten die Grabräuber der verschiedensten Jahrhunderte hier ihre „Beute“ nicht entdeckt: Unter einem hohen Erdhügel mitten im Dorf Vergina wurden drei Gräber freigelegt, von denen zwei noch völlig unversehrt erhalten waren. Kostbare Funde ließen die Wissenschaftler schließlich zu dem Schluss kommen, dass es sich dabei um Königsgräber handeln müsse, darunter die letzte Ruhestätte König Philipp II., Herrscher über das makedonische Reich im 4. Jahrhundert v. Chr. und Vater seines noch berühmteren Sohnes Alexander der Große. Die sogenannten Königsgräber sind Teil eines größeren Friedhofes mit einer Vielzahl von Gräbern, die bis in die frühe Eisenzeit zurückweisen.

Zusammen mit weiteren Funden – Stadtmauern, Palast, Theater und Tempel – war man sich schließlich sicher, dass man hier die antike Stadt Aigai vor sich hatte, die erste Hauptstadt der Makedonier, die zwischen dem 7. Und 4. Jahrhundert v. Chr. den Höhepunkt ihrer Macht erreicht hatte.

Zu den aufregenden Funden der Gräber zählen mehrere Freskenmalereien, darunter die bedeutendsten der griechischen Monumentalmalerei überhaupt. Der „Raub der Persephone“ durch Gott Pluto, in einem vierspännigen Wagen stehend, zählt zu den großartigsten Fresken. Kräftige Linienführung, sichere Kenntnis der Perspektive und eine sensible Auswahl vornehmlich warmer Töne wie Rot und Kastanienbraun weisen auf einen bedeutenden Maler hin, vermutlich der Maler Nikomachos, der um die Mitte des 4. Jahrhunderts lebte. Ein großer Malerfries von mehr als ein mal fünf Metern bedeckt die Fassade des Grabes Philipps II. Wilde Tiere, Reiter und Männer fügen sich zu einer Jagdszene zusammen, die Löwen und Ebern gilt, und auf der wahrscheinlich auch Philipp II. und sein Sohn Alexander dargestellt sind. In einem Marmorsarkophag dieses größten Grabes wurden in einer kostbaren goldenen Truhe die Gebeine eines Toten entdeckt, vermutlich Philipp II. Über 7 Kilogramm reines Gold wurde für die Herstellung dieses Behältnisses verwendet. Seinen Deckel ziert ein großer, sechzehnstrahliger Sonnenstern, das Königsemblem makedonischer Könige. Auf die Gebeine des Toten war eines der eindrucksvollsten goldenen Schmuckstücke der griechischen Antike gelegt worden: Über 300 Eichenblätter und 68 Eicheln, in feinster Goldschmiedekunst gefertigt, formen einen über 700 Gramm schweren Eichenkranz. Ein weiterer Grabraum barg eine zweite goldene Truhe, etwas kleiner und einfacher geschmückt, aber ebenso mit dem königlichen Emblem versehen. Die Gebeine einer Frau, vermutlich die Gattin Philipp II., waren in feinstes Goldpurpurgewebe eingewickelt, das beigelegte goldene Diadem aus Blättern und Blüten zählt zu den eindrucksvollsten Stücken griechischen Kunsthandwerks überhaupt.

Reste von elfenbeinverzierten Holzmöbeln, zahlreiche raffiniert verzierte und handwerklich auf hohem Niveau hergestellte Silbervasen und Bronzegefäße aus den Gräbern vermitteln einen Eindruck vom Reichtum des damaligen Königssitzes, aber auch von seinem hohen kulturellen Standard. Von besonderem Interesse ist die komplette Waffenausrüstung eines vornehmen Kriegers mit zahlreichen Verteidigungs- und Angriffswaffen. Das verwendete Holz und Leder hat sich in den vergangenen Jahrhunderten vollständig aufgelöst und das Eisen von Schild und Helm, Panzer und Beinschienen hat zwar seinen ursprünglichen Glanz verloren, doch ihre erhaltenen Verzierungen, darunter goldene Löwenköpfe, Elfenbeinbeschläge und reliefgeschmückte Goldbänder, zeugen von edlem Kunsthandwerk. Der Schmuck der Funde lässt den Schluss zu, dass es sich dabei um rein zeremonielle Waffen gehandelt haben muss. Besonders prachtvoll ein sogenannter Gorytos, eine Kombination von Köcher und Bogenbehälter, dessen Goldreliefs Szenen mit Kriegern und sichtlich angsterfüllten Frauen mit Kindern im Arm zeigen.

Mittlerweile ist der ursprüngliche Grabhügel in veränderter Form wiederhergestellt worden. Er birgt nun ein Museum, das die freigelegten Gräber eindrucksvoll der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Hier einmal eine Sicht vom Landesinnern
Wunderschöne Fresken im Kloster
Eingang zu den Höhlengräbern
Uebernachtungsplatz N40.484901 E22.322399

Freitag, 12. Mai 2023

 

 Vergina (Königsgräber) - Klidi - Katerini - Elassona

1-93

Unsere heutige Fahrt führte uns eine kurze Zeit dem Meer entlang, bevor es in Katerini wieder ins Landesinnere ging. Wir umrundeten den Berg Olympus auf einer sehr schönen Strecke und gelangten zu unserm heutigen Uebernachtungsziel Elassona. Diese Kleinstadt ist bekannt für seine Käseherstellung.

Uebernachtungsplatz N39.898609 E22.181342
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